02/03/2016

Saša Gvozdenović (53)
Yamazoki
Bluetooth-Lautsprecher aus Passau

„Eigentlich haben wir uns den Namen ausgedacht“

Bei „Yamazoki“ denkt man eher an Sushi und Sake und weniger an Brezn und Weißbier. Aber überraschenderweise hat das Start-Up seinen Sitz im malerischen Passau und nicht in Tokyo oder Osaka. Das farbenfrohen Lautsprecher führen Unternehmensgründer Saša Gvozdenović jetzt unter anderem schon bis auf die CeBit und haben ihre Fans auf der ganzen Welt.

Yamazoki

icon_interviewPULS: Was bedeutet der Name „Yamazoki“ eigentlich? Klingt japanisch.

Saša Gvozdenović: Das stimmt. Aber eigentlich haben wir uns den Namen ausgedacht, das Wort „Yamazoki“ gibt es so nicht im Japanischen. „Gvozdenovic“ erschien uns eher langweilig, denn das sagt ja nicht wirklich was über das Produkt aus. Also haben wir eben einen Namen gesucht, der international klingt und gleichzeitig ausdrückt, dass es sich um hohe Qualität zum erschwinglichen Preis handelt. Man kennt das ja aus der Automobilbranche oder auch von der restlichen Unterhaltungselektronik: Japan bedeutet Top-Qualität und Bezahlbarkeit.

Der Lautsprecher heisst „Moktak“, ist das dann auch ein Fantasiewort?

IMG_SH_12Nein, in dem Fall nicht. Der Designer hat sich von einem koreanischen Klanginstrument namens „Moktak“ inspirieren lassen, das buddhistische Mönche verwenden. Das sieht in der Form so ähnlich aus wie der jetzige Lautsprecher „Moktak“. Weil das so eine schön passende Geschichte ist, haben wir diesen Namen einfach übernommen.

Eure Inspiration ist also in Asien zu finden, aber wieso seid ihr ausgerechnet in Passau? Das ist ja jetzt nicht das, was man sich als Zentrum der Innovation in der Lautsprecherbranche vorstellt.

Das stimmt. Generell ist Europa nicht unbedingt das Zentrum dafür. Passau hat eigentlich mehr mit meinem DSC_0399persönlichen Lebensmittelpunkt zu tun. Ich bin vor langer Zeit aus beruflichen Gründen hierhergekommen, aber uns gefällt die Gegend hier – das ist ein sehr gutes Kontrastprogramm zu Hamburg, wo ich ursprünglich herkomme. Aber natürlich hätte es für das Unternehmen genauso gut Hamburg sein können oder auch München. Sicherlich gibt es Gegenden, wo es damit vielleicht besser und einfacher wäre als Passau. Aber durch das Internet sind wir trotzdem gut an den Markt angebunden.

Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen dich mit Lautsprechertechnik zu beschäftigen?

Ich interessiere mich grundsätzlich für Technik und auch
mobile Technik. Ursprünglich habe ich bereits im Bereich IT und Unterhaltungselektronik in verschiedenen Positionen gearbeitet. Im Kontakt mit den Kunden habe ich dann ein ziemlich genaues Bild bekommen, was es zur Zeit schon an Technik gibt, aber vor allem was noch fehlt. Da haben wir dann mit „Yamazoki“ angesetzt.

Und wo genau habt ihr da angesetzt – was fehlt am handelsüblichen Bluetooth-Lautsprecher?

Ganz viele Leute kaufen Bluetooth-Lautsprecher und werfen Yamazokisie dann schnell wieder weg, weil sie dann doch nicht überzeugen auf Dauer – sei es in der Tonqualität oder in der Haltbarkeit. Wir wollten Lautsprecher bauen, die guten Sound bieten und gleichzeitig überall mitgenommen werden können – und vor allem Freude bereiten. Wenn man mit einem Lautsprecher zufrieden ist, dann wirft man den ja nicht einfach weg – wir wollen eben auch versuchen, den Haufen an Elektroschrott kleiner zu halten, den jeder inzwischen anhäuft.

Glaubst du, dass Leute inzwischen mehr auf Klangqualität achten, als noch vor zehn oder zwanzig Jahren?

Meine persönliche Erfahrung ist, dass in den letzten zwei Jahrzehnten beim Thema Musik das Hörerlebnis mehr in den
Hintergrund geraten ist, inzwischen geht es hauptsächlich um Masse und um ständige Verfügbarkeit. Genau wie es IMG_DTM_28immer mehr Leute gibt, die bewusst essen, hoffe ich, dass es auch immer mehr Leute geben wird, die tatsächlich bewusst Musik hören wollen. Jedes Mal, wenn ich jemandem Musik vorführe und bitte, mal genauer hinzuhören und die Augen zu schließen, dann kommt immer so ein Aha-Erlebnis: „Mensch, das hab ich bisher noch nie herausgehört “ – dabei haben sie diesen Song garantiert schon zig mal im Radio gehört.

Apropos guter Sound: was ist deine Lieblingsmusik, die du auf euren Lausprechern anhörst?

Also Lieblingsmusik kann ich jetzt nicht so sagen. Aber für gute Songs und gute Melodien, eher weg vom Heavy Metal, sind die Lautsprecher perfekt. Und da höre ich privat gern Aktuelles, aber auch immer mal wieder Oldies.

Sorry, zur entsprechenden Suchanfrage konnte leider kein Ergebnis gefunden werden.