19/05/2018

Florian Zibert
reacha
Fahrradanhänger für Surfbretter

Wir haben aus Schrott einen Anhänger für Surfbretter entwickelt.“

Das Surfbrett direkt aufs Fahrrad packen und sofort durchstarten, das war das Ziel von Florian Zibert aus München. Aus einem Windsurfbogen und alten Fahrrädern hat er im Urlaub seinen allerersten Anhänger gebaut. Daraus wurde reacha.

 

icon_interviewPULS: Wie bist Du auf die Idee gekommen, selber einen Anhänger für Surfbretter zu entwerfen? 

Florian Zibert: Ich fahre seit über fünfzehn Jahren zum Urlaub an die französische Atlantikküste. Ich hatte irgendwann einfach keinen Bock mehr, mein ganzes Equipment und meine Surfbretter jeden Tag einen Kilometer zum Strand zu tragen. Auf dem Markt habe ich keinen Anhänger gefunden, der auch im Sand funktioniert und leicht ist. Aus alten Fahrrädern, einem Surfgabelbaum und Windsegeln habe ich mir einfach selbst einen Anhänger zusammengebastelt. Viele auf der Straße haben ihn fotografiert und wollten ihn nachbauen.

Wie wichtig ist es für euch, euer Produkt regional in Bayern zu produzieren?

Vor einem Jahr habe ich mich mit Freunden vom Tegernsee, die ein Ingenieurbüro haben, zusammengesetzt und das Projekt Reacha gestartet. Zusammen haben wir aus meinem Prototypen aus Schrott ein Produkt entwickelt. Weil uns Nachhaltigkeit und Umwelt wichtig sind, wollten wir regional produzieren, ohne Transporte aus Nahost und fragwürdigen Produktionsbedingungen. Das Kernstück des reacha ist der Rahmen, der in Rosenheim produziert wird. Es geht bei dem Projekt ja auch um Ingenieursleistung, da sind wir in Bayern gut aufgestellt.

Ihr habt auch eine DIY-Alternative, bei der Kunden ihre alten Fahrradreifen recyceln können. Wie funktioniert das?

Bei der DIY-Variante bestellt man nur den Rahmen und baut dann zwei alte Fahrradreifen hin. Für die Transporttasche gibt es ein Schnittmuster auf unserer Website zum selber Nachschneidern.

Was macht dich an dem Projekt besonders stolz?

Besonders stolz ist man dann, wenn man sieht wie Leute mit dem Produkt Spaß haben. Oft schicken uns Leute Fotos und Mails aus dem Urlaub, wenn sie mit dem Reacha unterwegs sind.

Was rätst du anderen Bavarian Makers?

Es war für uns ein großer Lernprozess. Es ist anstrengender und aufwendiger als man am Anfang denkt. Man braucht einen langen Atem, um das durchzuziehen. Aber es macht auch wahnsinnig viel Spaß, sich  mit so etwas zu beschäftigen.


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