07/05/2018

Andreas Funkenhauser (33), Florian Ruhland, Dominik Donhauser
Outentic
modularer Outdoor-Rucksack

Wenn jemand eine Idee hat, sollte man die nie klein reden.

Immer wieder mussten sie ihr Mountainbike über längere Strecken tragen. Irgendwann haben sie sich gedacht: Das muss doch einfacher gehen. Das war die Geburtsstunde eines Rucksacks, bei dem sich das Bike hinten auf den Rücken schnallen lässt und den man mit auch für andere Sportarten umbauen kann.

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PULS: Was kann euer Rucksack, was andere Rucksäcke nicht können?

Andreas Funkenhauser: Man kann ihn an verschiedene Sportarten anpassen. Ich bin hobbymäßig viel mit dem Mountainbike unterwegs und kenne das Problem das Mountainbike zu tragen.

Es gibt eigentlich genug Rucksäcke, deshalb ging es uns anfangs speziell um das Tragesystem fürs Mountainbike. Weil aber nicht so viele Leute Mountainbike-Bergsteigen und daher der Markt nicht so groß ist, entwickeln wir gerade noch mehrere Module: für Skitouren oder fürs Klettern, zum Beispiel.

In deinem Profil steht „CEO und Athlet“. Du bist also nicht nur Entwickler, sondern auch Versuchskaninchen – also quasi der Rucksacktester?

Ganz genau. Ich bin auch am Wochenende immer mit dem Mountainbike unterwegs und dann nehme ich den Rucksack mit und schaue, ob’s noch Schwachstellen gibt. Auch die Urlaube werden umfunktioniert, was meine Begleitung vielleicht nicht immer so toll findet. Aber ja, ist alles fürs Produkt.

Wo produziert ihr?

Wir wollen nicht die Gesetzeslage ausnutzen, die sagt, wenn etwa 40 Prozent der Herstellung in Deutschland passieren, also zum Beispiel noch ein Markerl angenäht wird, dann kann man schon „made in Germany“ sagen. Denn Nachhaltigkeit ist für mich mehr, gleichzusetzen mit regional und schnell erreichbar. Unsere Materialien sind aus Deutschland und Österreich und öko-zertifiziert. Die ganzen Teile für das Mountainbike Modul kommen von Zulieferern vom Chiemsee. Weil der Markt für solide Näharbeiten in Deutschland nicht so vorhanden ist, haben wir einen Partner in Tschechien gefunden,  mit dem wir das jetzt gemeinsam machen. Wir sind sehr oft vor Ort, schauen, dass alles läuft und dass es den Mitarbeitern gut geht. Ich sehe jeden, der am Produkt mitarbeitet, als Teil der Outentic.

Neben Outentic hast du noch einen „richtigen“ Job. 

Ja. Eigentlich bin ich gemeinsam mit dem Florian Ruhland Geschäftsführer eines Ingenieursbüros. Dann haben wir versucht, mit Outentic ein zweites Unternehmen aufzubauen, das jetzt als Marke des Ingenieurbüros läuft. Trotzdem wollten wir das in gewisser Art und Weise auch trennen, deshalb haben wir auch privat investiert. Wir hatten vorher mit Textilien überhaupt nichts am Hut. Es hätte uns glaube ich keiner zugetraut, dass jetzt hier so ein Mountainbike Rucksack steht. Das war auch ein Lernprozess, den wir mit Outentic durchlaufen haben. Da lernt man nur durch Tests und durch Fehler.

Hast du einen Rat für zukünftige Gründer?

Einfach machen! Wenn man anfangs Leute befragt, sind die meist sehr pessimistisch und raten einem ab, weil sie einfach selber dieses Risiko nicht eingehen würden. Meine Philosophie ist, wann immer jemand eine Idee hat, dann würde ich das nie klein reden, sondern man sollte immer Lösungen finden, wie man es noch besser machen kann. So kann man glaube ich auch in jedem Markt bestehen.

Was ist deine Lieblingstour auf dem Bike?

Die Bike Transalp. Das ist ein 7-Tage-Etappenrennen und schon eine sehr coole Mountainbike Tour, die kann ich jedem empfehlen.


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