04/10/2015

Jaqueline Eitzert (20), Marion Eitzert (52)
Manousche
Handmade Blumenkronen aus Emersacker

 „Mein Traum wäre es natürlich, einmal davon leben zu können“

Jacky studiert in Wilhelmshaven an der Nordsee Medienwirtschaft und Journalismus. So oft wie es irgendwie nur geht, fährt die 20-Jährige aber den ganzen langen Weg runter nach Emersacker bei Augsburg. Dort ist ihre Heimat und dort hat sie mit ihrer Mutter ein kleines Atelier, in dem sie gemeinsam Blumenschmuck für die Haare herstellen.


Zusammen

icon_interviewPULS: Manousche ist ein Mama-Tochter-Projekt. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, zusammen Business zu machen?

Jacky Eitzert : Lana del Rey hat ja Blumenkronen vor einigen Jahren in den USA sehr bekannt gemacht und dann wollte ich die auch für meine Foto-Shootings haben. Ich fotografiere sehr gerne im Modebereich und hab dann erstmal dafür Kopfschmuck angefertigt. Meine Mama bastelt genauso gerne wie ich und hat mir geholfen. Dann haben sich andere Fotografen und meine Freunde dafür interessiert. Und dann dachten wir uns: Warum nicht mal ausprobieren und die Blumenkronen verkaufen. Erst hatten wir einen Shop bei Dawanda, seit zwei Jahren haben wir unseren eigenen und wir sind zufrieden. Meine Mutter stellt die meisten Kronen her. Ich kümmere mich vor allem um den Social Media Bereich, ums Marketing, um Kooperationen und das Fotografieren.

Die Fotos auf eurer Website kommen von dir?

Blumenkranz mit seitlichen BlütenAlso die meisten ja. Wir arbeiten aber auch mit anderen Fotografen zusammen, verleihen unseren Haarschmuck und kriegen dafür die Fotos.

Und die Models?
Am Anfang hab‘ ich meistens selbst gemodelt, aber jetzt versuche ich auch andere Gesichter und unterschiedliche Typen reinzubringen. Das sind teilweise Freundinnen, teilweise Hobby-Models, die suche ich oft über meine Fotografie-Facebook-Seite. Als Dankeschön für das Shooting kriegen sie was aus unserem Shop.

 Wer kauft denn eure Kronen?

Vor allem kaufen junge Mädels, ich sag mal zwischen 16 und 25, die ziehen die oft tagsüber an oder auf Festivals. Ein großer Trend ist auch eine Blumenkrone zum Dirndl für die Wiesn. Wir arbeiten auch mit vielen Dirndl-Designern zusammen. Außerdem bestellen viele den Kopfschmuck für Hochzeiten, da sind die Kundinnen dann ein bisschen älter.

Hört sich nach viel Arbeit an – das schafft ihr doch gar nicht mehr selbst, oder?

Doch, meine Mama und ich machen das noch komplett selbst. Die Shooting Frühlingkünstlichen Blumen kaufen wir oft in Läden in der Region oder wir bestellen sie im Internet. Für kleine Kronen brauchen wir bis zu einer Stunde, aufwändigere dauern schon mal zwei bis drei Stunden. Die größte Schwierigkeit war, die Arbeitsprozesse zu optimieren und die Organisation. Man braucht halt etwas Geduld und Fingerspitzengefühl.

Was hat dir bis jetzt auf deiner Macher-Reise am besten gefallen?

Das schönste Erlebnis ist, wenn uns Leute Briefe und Fotos schicken, weil sie sich so über unsere Blumenkronen freuen. Außerdem war ein Artikel in der Glamour – das war für uns ein super Moment, dass wir so wahrgenommen werden!

HasJacky Boho Lookt du Angst, dass dieser Blumenkronen-Trend abebbt und die dann keiner mehr will?

Klar hab ich da schon oft drüber nachgedacht, aber dann: Blumenkronen gab es geschichtlich betrachtet eigentlich schon immer, vor allem zu Hochzeiten. Also mach ich mir da keine Sorgen. Außerdem haben wir ja auch noch Haarbänder und Schmuck im Sortiment. Und meine Mama und ich denken uns auch immer neue Sachen aus. Wer weiß was passiert, mein Traum wäre es natürlich, einmal davon leben zu können.

Warum eigentlich Manousche?

Manousche ist eine Abwandlung des Wortes Manouche, was das französische Wort für Gipsy ist. Wir fanden den Klang des Wortes sehr schön und die Bedeutung passt natürlich gut zum Boho-Stil, in dem unser Schmuck und unsere Accessoires gehalten sind.

 

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