04/10/2015

Jannik Obenhoff (15)
@jannikobenhoff
Instagrammer aus München

„Ich will den Leuten halt zeigen, wie es bei uns aussieht“

Jannik Obenhoff hat sein erstes Foto vor anderthalb Jahren geschossen, mit dem iPod. Inzwischen fotografiert er wie ein Profi und hat über 70.000 Follower auf Instagram. Und das ganze mit gerade mal 15 Jahren.

Jannik Obenhoff

icon_interviewPULS: Du bist 15 Jahre alt und machst Fotos wie ein Profi. Wie hat das bei dir angefangen?

Jannik Obenhoff: Vor ungefähr eineinhalb Jahren habe ich meine ersten Fotos mit dem iPod geschossen und auf Instagram gepostet. Als ich dann immer mehr Follower dazu gekommen sind, habe ich mir gedacht, ich könnte mal eine richtige Kamera kaufen. Dann habe ich eine zum Geburtstag bekommen, mit der ich dann einfach weiter gemacht habe. Mittlerweile habe ich natürlich auch ein Stativ und verschiedene Filter. Zum Beispiel welche, bei denen man eine Langzeitbelichtung für Wasser hinbekommt. Danach bearbeite ich die Bilder für Instagram am Computer nach, wofür ich pro Bild in etwa fünf bis zehn Minuten brauche.

Du hast über 70.000 Fans auf Instagram. Wie kommt man an so eine Zahl?

Ich habe mir irgendwann einen neuen Account gemacht und der wurde dann von Instagram gefeatured, also in ihren Blog gepackt. Dadurch habe ich dann plötzlich zehntausend Follower an einem Tag bekommen und es wurden immer mehr.

Du fotografierst fast immer die Natur, meistens sind es die bayerischen Berge. Menschen sieht man eher selten auf deinen Bildern…

Jannik ObenhoffBayern ist schon so meine Heimat. Ich will den Leuten halt zeigen, wie es bei uns aussieht und ihnen das schöne Bayern präsentieren. Persönlich gefallen mir da die Allgäuer Alpen am besten. Meistens geh ich da entweder mit meiner Familie oder mit einem Freund hin.

Hast du dir die Fotografie selbst beigebracht?

Mein Vater fotografiert auch. Bei dem hab ich schon viel gelernt und ich glaube schon, dass ich mich verbessert habe. Am Anfang mit dem iPod waren die Bilder noch relativ unscharf und auch die Bearbeitung war noch nicht so perfekt. Jetzt langsam wird es immer besser, die Bilder immer schärfer. Das Bearbeiten habe ich mir alles selbst beigebracht.

Auf einem Bild sieht man ein lesendes Mädchen in einem leeren Raum. Dahinter hat man einen grandiosen Blick auf eine Berglandschaft. Wie findest du solche Orte?

In dem Fall gibt es den Ort gar nicht, das war eigentlich eine Jannik ObenhoffKollaboration mit einem anderen Fotografen, der in Bangkok lebt. Der hat ein Projekt gestartet, bei dem er ein Bild von mir in sein Foto eingearbeitet hat. Von ihm war der Raum mit der Frau, von mir die Berglandschaft im Fenster. es ist also eigentlich kein echtes Bild.

Wie kommen solche Kollaborationen zustande?

Er hat mich einfach über Instagram angeschrieben und gefragt, ob er mein Bild verwenden darf. Da hab ich natürlich zugestimmt, weil ich das eine coole Idee finde. Ich stehe über Instagram mit verschiedenen Fotografen auf der ganzen Welt in Kontakt, die sind allerdings meistens älter.

Verdienst du schon Geld damit? 

Jannik ObenhoffManchmal schreiben mich Leute an und wollen meine Fotos kaufen. Eine Firma aus Berlin hat zum Beispiel  schon mal Postkarten mit zwei Bildern von mir gedruckt. Ich spiele auch mit dem Gedanken, mir eine Website zu bauen, mit einem richtigen Onlineshop – aber es steckt dann doch ziemlich viel Arbeit dahinter.

Strebst du später eine Karriere als Fotograf an?

Weiß ich noch nicht, ich denke es bleibt eher so ein Hobby.

 

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