04/10/2015

Stefan Hofstetter (24), Max Hofstetter (24), Kay Thieme (27)
Heiland
Bierlikör aus Nandlstadt

Bayern ist ein Bier-Land. Und wir machen daraus einen Likör.

Bier und Likör klingt erst mal nach einer ungewöhnlichen Kombination. Seit 2014 kochen Stefan, sein Zwillingsbruder Max und ihr Freund Kay jeden Monat über 100 Liter ihres Bierlikörs „Heiland“ und vertreiben ihn in Bars und Geschäften im Münchner Umland.

icon_interviewDie Idee: Stefan bekam eines Abends in einer Bar einen Bierlikör ins Glas. Der schmeckte ihm so gut, dass er seinen eigenen Likör aus Bier kochte. Sein Bruder Max und sein Mitbewohner Kay durften probieren. Zu dritt begannen sie dann, den Likör zu verfeinern. Sie verschanzten sich dafür sieben Monate in einer Industrieküche. Seit Juli 2014 existiert Heiland offiziell als Unternehmen.

Das ist drin: Doppelbock-Bier, Zucker, Rum, Gewürze – wenn möglich aus der Region. Daraus kochen die drei einen 22-prozentigen Likör.

Die Produktion: Etwa 150 Liter Heiland kocht das Team monatlich in der extra angemieteten Gewerbeküche in Nandlstadt. In geraumer Zukunft soll die Menge mindestens verdoppelt werden. Dazu soll es dann eine Produktionsstätte eigens für Heiland geben.

Wie es schmeckt:  Leicht malzig, ein bisschen wie dunkle Schokolade.  Entweder wird Heiland pur getrunken oder in Drinks gemischt. Einige Bars in München haben sogar eigene Heiland-Cocktails auf der Karte.

Heiland ist heilig: Aber nur ein bisschen. Das Team möchte nicht, dass sich jemand in seinem Glauben beleidigt fühlt. Der Name ist lediglich inspiriert von der alten Mönchstradition, in den Klöstern eigenes Bier herzustellen.

Der Himmel ist in Bayern: “Heimat ist dort wo man sich wohlfühlt und wo man zufrieden ist,” meint Mitgründer Max. In Bayern sind die Drei total zufrieden. “Bayern ist für das Produkt total spannend, denn es ist ein Widerspruch in sich: Eigentlich ist das ja ein Bier-Land. Und wir machen daraus einen Likör.”


Trotz der vielen alteingesessenen Brauereien sind Craft-Biere in Bayern extrem angesagt. Tilman Ludwig aus München ist studierter Brauer und macht seit knapp zwei Jahren auch sein eigenes Helles – das allerdings ein bisschen anders schmeckt als die herkömmliche Konkurrenz. Weiterlesen

Fünf bayerische Studenten, eine Idee: Bier und Limonade mit Beerengeschmack. Weil ihnen das aber noch zu langweilig war, haben die jungen Bierbrauer und Lebensmitteltechnologen in den Farbtopf gegriffen. Raus kam blau. Weiterlesen

2015 gründeten die Brüder Tobias und Bastian Merches die Brauerei Zombräu. Ihren Sorten geben sie abgefahrene Namen wie Voodoo, Motor Oil oder Winterdiesel, denn ihr Motto lautet: “Für Helles ist kein Platz mehr”. Deswegen fordern sie auch eine Lockerung des Reinheitsgebots. Weiterlesen

 

 

Sorry, zur entsprechenden Suchanfrage konnte leider kein Ergebnis gefunden werden.