18/07/2017

Sarai und Johannes Groschopp, Deneb und Rudi Moosmeier
Gymder
Social Fitness App aus München

„Wir sitzen hier in München und sehen, dass wir Nutzer in Asien und Südafrika haben“

Deneb, Sarai, Johannes und Rudi möchten, dass niemand mehr alleine Sport machen muss und haben deswegen die Social-Fitness-App Gymder gegründet. Damit kann jeder, egal wo auf der Welt, einen passenden Partner zum Sporteln finden.

PULS: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine Social-Fitness App zu gründen?

Johannes: Wir sind auf die Idee beim Sportmachen gekommen. Wir gehen immer zusammen ins Fitnessstudio und konnten dort viele Leute beobachten, die immer alleine Sport gemacht haben und sich bei bestimmten Übungen fast verletzt haben, weil sie die falsch ausgeführt haben. Da dachten wir uns, dass es gut wäre, wenn diese Personen einen Trainingspartner hätten und dann kam uns die Idee für Gymder. Wir wollten eine App entwickeln mit der jeder einen passenden Trainingspartner finden kann.

Deneb: Alles hat wie ein Hobby angefangen. Unser Ziel war es,  Menschen zu helfen. Wir haben auch festgestellt, dass sich viele Leute nicht trauen, einfach jemandem anzusprechen. Diese Leute brauchen im Endeffekt einen Kanal auf dem sie Leute finden können, die ihnen helfen können. Aus diesem Traum ist eine schöne Realität geworden, die gerade sehr erfolgreich ist.

Wie wichtig ist es euch persönlich, einen passenden Trainingspartner zu haben?

Johannes: Für mich ist es extrem wichtig. Ich war früher auch schon in Fitnessstudios angemeldet, bin aber nicht regelmäßig hingegangen, weil ich alleine war. Ich hatte niemanden  aus meinen Freundeskreis, der mitkommen wollte. Aber seitdem Sarai und ich immer zusammen ins Fitnessstudio gehen,  ist die Motivation viel größer und es ist eine Regelmäßigkeit entstanden.

Deneb: Ich mache jeden Morgen um sechs Uhr zusammen mit Rudi Sport. Wenn ich keinen hätte, der mit mir morgens so früh aufsteht, dann würde ich das wahrscheinlich nicht schaffen. Wenn man einen Partner hat, dann ist da eine gewisse Verbindlichkeit, die einem hilft ans Ziel zu kommen. Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass ich einen Trainingspartner habe.

Wie habt ihr vier euch zusammen gefunden?

Sarai: Das ist lustig. Also Deneb ist meine Schwester und Johannes ist mein Mann.

Deneb: Und Rudi ist mein Mann und jeder von uns hat eine Kompetenz gebracht, die notwendig war dafür. Johannes ist der Entwickler, Rudi der Designer, Sarai die Marketing Spezialistin und ich bin für die Businessthemen zuständig.

Wie funktioniert Gymder genau?

Johannes: Gymder hilft dir einen Trainingspartner in Echtzeit zu finden. Unsere Kernfunktion ist das Gymder-Radar. Dort siehst du um dich herum Personen, die ebenfalls einen Trainingspartner suchen. Mit verschiedenen Farben wird die Hauptsportart angezeigt, damit man sehen kann, ob die Person für einen in Frage kommt oder nicht. Wenn du jemanden interessant findest, dann kannst du sein Profil besuchen. Auf dem Profil siehst du dann die Workouts, die diese Person gerne macht – oder auch Bilder. Wenn das zu dir passt, dann  kannst du ihm beispielsweise folgen oder ihm ein „Pow“ geben – das ist unser Gymder Synonym für ein Like. Und du kannst die Person auch direkt anschreiben.

Also ist Gymder so ein bisschen das Tinder für Sportler?

Johannes: Tinder ist dafür da, dass du Dates findest. Bei uns geht es eher darum, dass der Sport im Vordergrund steht. Du sollst Leute finden, die sportlich als Trainingspartner zu dir passen und deshalb sehen wir uns definitiv als Sportplattform, die als Börse für Sportpartner gedacht ist und nicht als Datingapp.

Deneb: Es ist uns auch wichtig, dass wir nicht nur den passenden Trainingspartner auf dem Radar haben, sondern auch die richtigen Empfehlungen. Wenn es darum geht, neue Locations, Events oder auch Produkte zu finden, die mich beim Training unterstützen, dann kann man das bei uns im Bereich „Channels“. Dort haben wir Content von professionellen Fitnesstrainern, die dir zum Beispiel auch Ernährungstipps geben können. Gymder ist eine Begleitung: Es hilft dir den richtigen Partner zu finden, aber auch die richtigen Informationen und Angebote, damit du sicher an dein sportliches Ziel kommst.

Gibt es denn trotzdem schon ein paar Freundes- oder Liebesgeschichten, die durch Gymder entstanden sind?

Johannes: Wir bekommen tatsächlich viel positives Feedback von unseren Usern. Einige posten dann auch so Sachen bei Instagram „Hey, kennt ihr Gymder schon? Da könnt ihr passende Sportpartner finden. Ich selber habe da auch einen neuen Trainingspartner gefunden.“ Sowas macht uns natürlich glücklich.

Was war euer bisher schönstes Erlebnis mit Gymder?

Deneb: Was schön ist zu sehen, ist, dass man von München aus sowas starten kann. Wenn man einen Traum hat und mit einer ganz kleinen Idee anfängt und dann sieht, dass sowas global werden kann, das ist großartig. Wir sitzen hier in der Maxvorstadt in München und sehen, dass wir Nutzer in Asien und Südafrika haben. Das ist einfach toll.

Johannes: Ich komme ursprünglich vom Land und wenn ich dann meine Eltern besuche, dann schau ich natürlich auch immer mal in unsere App.  Da sieht man selbst in den Kleinstädten, dass das Radar immer voll ist. Die Leute nutzen unsere App überall und das ist ein schönes Gefühl.

Inwiefern hilft es, dass ihr euch gegenseitig habt und bei Problemen zum Beispiel nicht alleine seid?

Sarai: Wir sagen immer, wir sind stärker gemeinsam und das ist auch das Motto von Gymder: Stronger together. Wir können uns gegenseitig motivieren und auch in schwierigeren Momenten sind wir füreinander da.

Deneb: So kitschig wie sich das anhört: man sagt immer, wenn man eine Beschäftigung gefunden hat, die einem Spaß macht, dann wird es sich nie wieder wie ein Job anfühlen. Bei uns hat es geholfen, dass wir das zusammen als Hobby angefangen haben und unsere gemeinsame Leidenschaft zum Sport. Neue Ideen bekommen wir immer, wenn wir trainieren. Diese Vierer-Kombination und die Leidenschaft hilft uns sehr.


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