04/10/2015

Teresa Fahrngruber
Der Hanserer
Selbstgenähtes aus Ingolstadt

“Zu viel bayerische Motive findet man bei mir aber nicht.”

Teresa Fahrngruber aus Ingolstadt hat eigentlich nur für sich selbst genäht. Bis Leute sie auf ihre Taschen und Rucksäcke angesprochen haben. Daraus wurde Der Hanserer. Hauptberuflich will sie ihr Label trotzdem nicht machen.

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icon_interviewDer Name: Der Hanserer, so hieß der Wellensittich von meiner Oma. Wir als Kinder haben uns immer gewundert, warum der die Farbe wechselt. Dabei hat meine Oma immer einen neuen Vogel geholt, wenn der andere tot war. Ich bin sowieso Vogelfan, deswegen hatte ich lange Zeit einen Wellensittich als Logo. Und die Bayern-Flagge im Hintergrund hat gezeigt, wie gern ich hier lebe und dass ich gar nicht nach Berlin oder so will. Zu viel bayerische Motive findet man bei mir aber nicht, das fände ich too much. Ich nähe ja nur Sachen, die ich auch tragen würde.

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Der Anfang: Meine Oma hat mir ihre Nähmaschine vererbt.
Ich hab mir dann das Nähen selbst beigebracht. Vor fünf oder sechs Jahren hab ich dann angefangen, Taschen für mich zu nähen. Plötzlich haben mich Leute auf der Straße angesprochen, wo man die kaufen kann. Mittlerweile hab ich meine eigene Homepage. Außerdem verkaufe ich auf Designmärkten.

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Die Inspiration: Die hole ich mir aus der Natur. Ich bin sehr
naturverbunden, deswegen lebe ich gern hier in Bayern in der Nähe von den Bergen. Inspiriert werde ich auch daheim, ich wohne in einem kleinen Hexenhäuschen mit verwildertem Garten. Außerdem recherchiere ich ein
bisschen bei Modeblogs. Ich möchte aber nichts kopieren. Ich versuche, meinen eigenen Weg zu finden. Oft kommt mir auch ganz spontan eine Idee an der Nähmaschine, wenn ich die ganzen Stoffe in meinem heiligen Stofflager sehe.

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Der Zeitfaktor: Ich bin eigentlich Physiotherapeutin und habe einen Teilzeitjob in einer Praxis in Ingolstadt. Ich mache “Der Hanserer” also nebenher und bin schon gut eingespannt. Ich sitze schon mal bis Mitternacht oder später an der Nähmaschine, vor allem vor Designmärkten oder Festivals wird’s stressig. Ich mach das mit “Der Hanserer” total gerne, freu mich auch, wenn es noch besser läuft. Ich möchte es aber nicht hauptberuflich machen. Physiotherapeutin zu sein, ist mir sehr wichtig.

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Das Lieblingsstück: Momentan mag ich am allerliebsten einen Rucksackschnitt, rechteckig geschnitten, ein sehr kantiges Design, für den Sommer zweifarbig in Pastelltönen.

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