04/04/2016

Christoph und Laura Forstner
Bavarian Couture
Bayerische Streetwear aus dem Münchner Umland

Der Plan ist, nicht zu viele Pläne zu haben!

„Le Lausbua“, „Habedere“ oder „Schmusen warad jetz schee“ – dass es sich bei Bavarian Couture um ein bayerisches Klamottenlabel handelt, merkt man schnell. Für die beiden Geschwister Christoph und Laura ist das Bayerische viel authentischer, als irgendwelche englischen Sprüche.

icon_interviewPULS: Chirstoph, du studierst eigentlich International Business Management. Wie bist du dazu gekommen, Bavarian Couture zu gründen?

Christoph Forstner: Das war 2011, damals war ich noch in der Berufsschule. Das Label entstand quasi aus dem Nichts – damals hieß es noch IVXO. Ich hab’ vor dem Studium eine Ausbildung zum Kaufmann für ivxoGroß- und Außenhandel gemacht. Aus mangelndem Interesse am Berufsschulunterricht habe ich immer auf meinem Block rumgemalt. Irgendwann standen da dann die vier Buchstaben – das I, das V, das X und das O. Die Wortkombination hat mir irgendwie gefallen, damit wollte ich irgendwas anfangen – ich wusste aber nicht was. Meine Mitschüler hat es wohl ziemlich genervt, dass ich immer das IVXO auf den Block gemalt habe. Sie haben eher aus Spaß den Tipp gegeben, die vier Buchstaben auf ein T-Shirt drucken zu lassen. Das hab’ ich dann auch gemacht – und das kam dann bei vielen gut an. Kurze Zeit später hatte ich meinen eigenen Online-Shop.

Welche Rolle spielt denn dann jetzt Bayern bei dir und deinem Label? 

Ganz am Anfang war es noch kein bayerisches Label. Das kam dann erst nach ein paar Monaten. Weil für mich das Bayerische viel authentischer ist, als irgendwelche englischen Sprüche. Ich selber bin aus dem Dachauer Hinterland. Bayerische Traditionen wurden mir quasi in die Wiege gelegt und besonders der Dialekt gefällt mir – ich spreche ja auch bayerisch. Damit das “IVXO” auch mit Bayern in Verbindung gebracht wird, habe ich dem Marken-Namen den Zusatz “Bavarian Couture” gegeben. Mittlerweile eben nur noch Bavarian Couture.

ivxo

Was ist denn dein Lieblingsstück aus deiner Kollektion?

Mein privates Lieblingsstück ist der „Le Lausbua“. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es das einzige Motiv ist, das ich selbst designt habe.

Wer designt denn sonst deine Shirts und Hoodies?

Alle anderen Motive designt meine Schwester Laura, die Medien und Kommunikation studiert.

Wie werden bei euch die Motive ausgewählt?

Die Idee haben wir gemeinsam, Laura setzt sie dann um. Bevor das Motiv dann auf das Shirt oder den Hoodie kommt, posten wir es auf Facebook und schauen, wie es bei den Leuten ankommt. Die Sprüche und Motive, die gutes Feedback kriegen, nehmen wir in unser Sortiment auf. Das ist ein ganz lebhafter Prozess.

Was war bis jetzt das schönste Erlebnis?

ivxo - Tom Weiler

Der größte Erfolg für uns war bis jetzt auf jeden Fall, dass wir vor einigen Wochen das erste Mal unsere Shirts im Laden verkaufen durften. Sonst verkaufen wir alles nur in unserem Online-Shop. Klar, das war natürlich ein super Erlebnis und echt ein Fortschritt. Ansonsten ist es einfach jeden Tag schön zu sehen, dass das, was wir machen, gut ankommt. Unsere Marke soll auch so eine gewisse Entspanntheit repräsentieren. Das freut uns eigentlich echt täglich.

Hat sich eure Beziehung verändert, seit ihr beide mit IVXO oder Bavarian Couture beschäftigt seid?

Die Beziehung zu meiner Schwester hat sich eigentlich nicht sonderlich verändert. Wir verstehen uns nach wie vor total gut und ich bin auch echt dankbar, dass sie da mit drin hängt. Vielleicht ist die Beziehung zu ihr ein bisschen professioneller geworden. Weil wir davor natürlich weniger Arbeitsthemen ausgetauscht haben. Aber unter dem Business gelitten hat die Beziehung auf keinen Fall.

Und wie soll’s weitergehen?

Wenn ich einen Plan hab, löst das bei mir paradoxerweise Stress aus. Deshalb sind die Pläne, dass wir nicht zu viele Pläne haben.


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