18/01/2016

Silvia Appel (29)
Garten Fräulein
Gartenblog aus Würzburg

Wenn man einmal anfängt zu Bloggen, dann nimmt man die Kamera überall mithin“

Gärtnern ist schon immer eine Leidenschaft von Silvia Appel gewesen. Deshalb hat die Würzburgerin vor drei Jahren einen Blog an den Start gebracht, in dem sie uns alles über ihren Garten und ihre beiden bepflanzten Balkone erzählt. Dazu gibt es noch leckere Rezepten und kreative Geschenkideen.

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icon_interviewPULS: Du hast Medienmanagement studiert. Wie kommt man da zu einem Garten?

Silvia Appel: Zum Gärtnern bin ich eigentlich durch meine Kindheit gekommen. Ich komm aus einem richtig kleinen Dorf in Mittelfranken mit circa 60-100 Einwohnern. Meine Eltern haben dort einen riesengroßen Garten, in dem ich großgeworden bin. Ich durfte als Kind mitarbeiten – wir hatten da eigene Beete als Kinder – also bin ich praktisch mit dem Gärtnern aufgewachsen. Als ich dann ausgezogen bin, hab ich immer mehr gemerkt, wie ich das doch vermisse und dann hatte ich schon als Studentin meinen ersten eigenen Garten angemietet.

Das hört sich ja idyllisch an.

IMG_2283Das kann man sich so ein bisschen wie die Kinder von Bullerbü vorstellen. Es war eine traumhafte Kindheit, aber sobald man Teenie ist und sich für andere Sachen interessiert, ist das alles nicht mehr ganz so easy auf dem Dorf.

Du hast also schon länger deinen eigenen Garten. Was gibt dir denn das Gärtnern?

Das ist mein Ruhepol. Ich arbeite ja den ganzen Tag im Büro und wenn ich dann im Garten bin, ist das für mich abschalten und runterkommen. Ich spür dann so ein bisschen, auf was es wirklich ankommt. Das ist Garten für mich.

Über deinen Garten schreibst du regelmäßig in deinem Blog. Gibt es auch manchmal Situationen, in denen du keine Lust zum Gärtnern hast?

Da ich im Garten viele Projekte nebeneinander laufen habe, IMG_7571habe ich irgendwann gemerkt, dass der Blog darunter leidet. Weil ich nicht mehr so häufig Beiträge veröffentlichen konnte, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Also habe ich beschlossen, dass ich nicht alles zu einem Blogbeitrag machen will. Wenn man einmal anfängt zu Bloggen, dann nimmt man die Kamera überall mithin und möchte am liebsten über alles schreiben. Ich nehme jetzt in den Garten keine Kamera mehr mit, weil ich mich dort wirklich entspannen will.

 

Auf deinem Blog präsentierst du aber nicht nur Gartentipps, es gibt auch verschiedene Rezepte. Wie verbindest du das?

Letztlich möchte ich ja auch zeigen, warum es sich lohnt, sein eigenes Obst und Gemüse anzupflanzen und was man da auch Tolles daraus machen kann. Man braucht da gar nicht mega exotische Zutaten, um sich selber was Leckeres zu kochen. Auch zum Verschenken eignen sich die Rezepte. Dann mit Geschenken wie Pesto, Peeling oder Kräuterkeksen kann man anderen den ersten kleinen Schubs in Richtung Garten geben. Meine Tipps sind schon alles Eigenkreationen, aber ich guck natürlich auch bei Pinterest, Instagram und bei anderen Blogs und lasse mich dort inspirieren. Dann kommen solche Ideen ganz automatisch.

Wie sieht denn dein persönlicher Garten gerade aus?

Ich habe zwei Balkone und auch einen richtigen Garten. Der eine Balkon ist mein Bauerngarten, weil der wirklich ganz IMG_7929bunt gemischt ist. Da ist von Kräutern über Tomaten bis Blumen alles dabei. Auf dem anderen Balkon haben sich seit Frühling letzten Jahres meine Bienen niedergelassen. Ich hab das Imkern als Hobby entdeckt. Da sind dann natürlich auch viele bienenfreundliche Pflanzen dabei. Zum Imkern direkt habe ich dann natürlich einen Anzug an, aber ich kann auch ganz normal auf den Balkon rausgehen, weil man die Einflugschneise der Bienen sehr gut sieht. Mein Garten liegt auf einem Privatgrundstück, das brach liegt. Dort habe ich mir dann ein großes Beet angelegt.

Mit welchen Pflanzen arbeitest du denn am liebsten im Garten?

Ich arbeite viel mit Nutzpflanzen, zum Beispiel baue ich viel Gemüse an. Eine Lieblingspflanze gibt es da nicht unbedingt, aber was ich immer schön finde und was auch immer gelingt, ist eine Kapuzinerkresse. Egal, ob im Garten oder auf dem Balkon. Das ist so ein Klassiker, der darf bei mir nie fehlen. Jedes Garten- und Balkonjahr aufs Neue brauche ich auf jeden Fall Kapuzinerkresse. Die Pflanze rangt immer wunderschön am Balkongeländer entlang und du kannst alles von ihr essen, sogar die Blüten. Passt alles gut in einen Salat.

Was bringt jetzt noch die Zukunft?

Im März wird hoffentlich mein Garten-Fräulein-Shop online gehen. Da gibts zum Beispiel selbst designte Saatgutboxen. Das sind vier verschiedene Boxen, zum Beispiel eine mit essbaren Blüten. Da ist dann auch Salz und Zucker und eine Anleitung dabei, wie du Blütensalz und Blütenzucker machen kannst. Und natürlich auch eine ausführliche Anleitung, wie du die Blumen zu Blühen bringst.

 

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